Homeschooling ohne Assistenz ist keine Lösung

In einem offenen Brief an die Hamburger Schulbehörde fordern wir gemeinsam mit Leben mit Behinderung Hamburg und der Arbeitsgemeinschaft Spina Bifida und Hydrocephalus ein Recht auf gute Förderplanung, verlässliche individuelle Lernbegleitung und bei Bedarf Lernzeitverlängerung für Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung werden im Corona-Homeschooling abgehängt. Es fehlen Struktur- und Lernplanungen sowie geeignete Arbeitsmaterialien und die notwendige Assistenz. Gesicherte Begleitung und Förderung in der Distanzlernzeit fehlen.

„Für Schüler mit einem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung wirkt die Coronakrise wie ein Brennglas, das die Probleme, in der Beschulung verstärkt“, sagt Kerrin Stumpf, Geschäftsführerin des Elternvereins von Leben mit Behinderung Hamburg. Inzwischen habe die Schulbehörde eingewilligt, dass in diesem Jahr einmalig bei Bedarf die Möglichkeit einer Lernzeitverlängerung besteht. „Das ist ein wichtiger Schritt“, freut sich Kerrin Stumpf. „Wenn das Lernen in Schule für Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung nicht klappt, wie jetzt im Homeschooling, dürfen die schlechten Bedingungen den Kindern keine Nachteile bringen. Gewährt man ihnen die Assistenz, die sie benötigen oder auch das ‚Sitzenbleiben‘, haben sie die Chance, wichtige Lernziele nicht zu verpassen.“

Nach Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention hat jedes Kind ein Recht auf ungehinderten und gleichberechtigten Zugang zu Bildung. „Schüler*innen mit Behinderung benötigen besondere Hilfen wie Schulbegleitung und Assistenz, um ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen“ so Stumpf weiter. „Auch das SGB IX sieht eine gleiche und wirksame Teilhabe an schulischer Bildung für Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung vor.“

Offener Brief

Bluttest auf Trisomien: Hohe Fehlerquote, schwammige Indikation

Ein breites Bündnis fordert den Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Prof. Josef Hecken, in einem Offenen Brief auf, den Beschluss über die Kassenzulassung des ersten vorgeburtlichen Bluttests auf eine Behinderung zurückzustellen.

Der vorgeburtliche Bluttest auf Trisomien (NIPT) produziere hohe Raten falsch-positiver Ergebnisse. Er würde deshalb bei Schwangeren Beunruhigung hervorrufen.

Wir sehen in dem Beschluss keine wirksame Eingrenzung des kassenfinanzierten Tests auf Risikoschwangerschaften. Vielmehr mache die vorgesehene Indikation den Test für fast jede Schwangere auf Kassenleistung zugänglich. Das Ergebnis wird ein vorgeburtliches Screening von Kindern mit Trisomien sein.

Mit der geplanten Kassenzulassung des NIPT würden Fakten für eine breite vorgeburtliche Selektion von Kindern mit Behinderung geschaffen, ohne dass der Bundestag dies politisch diskutiert und entschieden hätte.

Zu den Unterzeichner:innen des Offenen Briefes gehören Elternvereine, die Bundesvereinigung Lebenshilfe, Selbstvertretungen behinderter Menschen, Beratende zu Fragen der Pränataldiagnostik sowie Mediziner*innen.

Offener Brief

21/3 Väter für Väter – Stammtisch am Freitag, den 19. Februar 2021 ab 18.30 Uhr

Der Stammtisch am 19. Februar 2021 findet per Zoom statt.
„Ich habe keine Behinderung.
Ich habe das Down-Syndrom.“
– Paul Spitzeck

Liebe Väter – frisch gebacken oder lang erfahren,
das Väterstammtisch-Jahr 2021 hat am 19. Februar ab 18:30 Uhr seinen Auftakt.
Durch die aktuellen Regelungen werden wir wieder virtuell über Zoom zusammenkommen.

Die Initiative „21/3 Väter für Väter“ bietet auch virtuell die Möglichkeit, Eure Gedanken, Ängste und Vaterfreuden mit uns und anderen Vätern zu teilen.
Lasst uns den Abend mit einem Getränk und Vätergesprächen genießen.
21/3-Clubmitglieder sowie weitere Familienmitglieder, die mit uns schnacken wollen, bereichern den „Väterstammtisch“ sehr, und wir lernen uns noch besser kennen.
Die Umstände haben also auch ihre positiven Seiten.
+++
Leicht gesagt – Leicht getan
Wir freuen uns über Eure Anmeldung oder eine spontane Teilnahme
telefonisch/SMS/WhatsApp (sprecht uns ggf. aufs Band – wir rufen gern zurück):
Carsten Hoops: 0171 – 68 77 665
Volkmar Billig: 0177 – 80 74 227
Oder schreibt eine E-Mail an carsten.hoops@web.de
Herzlichst
Volkmar und Carsten
Save the dates – 21/3 Väter für Väter – jeweils ab 18:30 Uhr
16. April 2021
18. Juni 2021
20. August 2021
22. Oktober 2021
17. Dezember 2021
Der Treffpunkt wird mit der jeweiligen Einladung bekannt gegeben.

21_3_Väter_für_Väter 20210219

Treff der AG zum WDST am 16. Februar 2021 ab 19 Uhr

Am Dienstag, den 16. Februar trifft sich die AG zum Welt-Down-Syndrom-Tag ab 19 Uhr per Zoom um über unsere geplanten Aktivitäten in 2021 zu sprechen.
Neue MitstreiterInnen sind herzlich willkommen.
Bei Interesse bitte anmelden unter babette.radke@kidshamburg.de.

Babygruppe in 2021 weiter online

Am Montag, den 4. Januar 2021 und Montag, den 1. Februar 2021 um 10 Uhr trifft sich die Babygruppe weiter online.

Anmeldung erforderlich, Tel. 040 38616780 oder info@kidshamburg.de
Die Zugangsdaten werden nach Anmeldung verschickt.

Neu: Beratung per Zoom

Wir erweitern unser Angebot und bieten ab jetzt auf Wunsch auch Beratung per Zoom an. Sie erreichen uns aber auch weiterhin telefonisch oder per E-Mail.

Zur Terminabstimmung melden Sie sich bitte unter unter 040 38616780 oder per E-Mail unter info(at)kidshamburg.de.

Bunte-Socken-Sammlung zum Welt-Down-Syndrom-Tag 2021

Wohin mit einzelnen bunten Socken?

Für Aktionen rund um den kommenden Welt-Down-Syndrom-Tag am 21.03.2021 benötigen wir bunte Socken.

Wir nehmen alle Socken – egal welcher Größe – nur bunt und gewaschen müssen sie sein.

Die Sockenspenden können gerne persönlich im Vereinsbüro abgegeben oder per Post an das Büro geschickt werden.

Vielen Dank!
Silke Hoops, im Namen des Organisations-Teams