Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom in der Schule

Hamburg verfügt über eine jahrzehntelange Tradition im gemeinsamen Lernen. Bereits in den 70-er Jahren haben sich Eltern und PädagogInnen dafür eingesetzt, dass Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom an Regelschulen lernen können.

Seit dem Schuljahr 2010 haben Schüler/innen mit Down-Syndrom lt. Hamburgischem Schulgesetz das Recht, allgemeine Schulen zu besuchen und dort gemeinsam mit den anderen Schüler/innen unterrichtet und besonders gefördert zu werden.

Die Entwicklung von Kindern mit Down-Syndrom verläuft aufgrund der individuellen Voraussetzungen recht unterschiedlich. Bei den allermeisten Kindern mit Down-Syndrom kann eine Verzögerung in der Entwicklung beobachtet werden. Hier ist es vor der Einschulung ratsam, genau zu schauen, ob es vielleicht besser und für die Entwicklung förderlich ist, das Kind zurück stellen zu lassen.
Sollten Sie das Gefühl haben, die Rückstellung wäre das Richtige für das Kind, besprechen Sie dies bitte mit den ErzieherInnen in der Kita sowie den verantwortlichen Sozial- oder SonderpädagogInnen der gewünschten Schule.

Um in der Schule die zusätzlich benötigte Unterstützung zu erhalten, wird dem Kind / Jugendlichen von der Schule ein „sonderpädagogischer Förderbedarf“ zugewiesen. In der Regel handelt es sich um den Förderbedarf „geistige Entwicklung“, manchmal auch „Lernen“. Die Kategorie des Förderbedarfs („geistige Entwicklung“ oder „Lernen“) bestimmt den Umfang der von der Schule zur Verfügung zu stellenden Unterstützung.  Die konkreten Hilfen werden in der Schule im „sonderpädagogischen Förderplan“ festgelegt.

In Hamburg gibt es die Wahlmöglichkeit zwischen dem Besuch einer sogenannten „Schwerpunktschule Inklusion“ und dem Besuch einer speziellen Sonderschule. Bei der Festlegung des Lernortes sind die Wünsche der Sorgeberechtigten zu berücksichtigen.

Nutzen Sie zum Informieren auch die Tage der offenen Tür bzw. die Marktplätze, auf denen sich die Schulen vorstellen.

Wenn Sie sich bei der Entscheidung für eine bestimmte Schule oder in Fragen der Rückstellung unsicher sind, rufen Sie uns an. Gern informieren wir Sie über die verschiedenen Möglichkeiten oder stellen für Sie den Kontakt zu anderen Eltern her.

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